WebDAV Einrichtung unter Linux (Ubuntu, Debian, etc)

Der Cloud-Storage Speicher kann auch über den WebDAV Standard unter Linux benutzt werden. Diese Anleitung beschreibt die Einbindung mit Hilfe des WebDAV-Protokolls unter Linux Mint und Ubuntu.

Zunächst brauchen Sie die WebDAV-Adresse des fraglichen Verzeichnisses, das Sie unter Linux eininden wollen. Um an diese Adresse zu kommen, loggen Sie sich bitte mit Ihrem Webbrowser auf https://cloudstorage.tu-braunschweig.de ein und authentifizieren sich.

Öffnen Sie dann den einzubindenden Ordner und klicken Sie in der Menüleiste auf das Zahnradsymbol für die Einstellungen:

Nach dem Klick auf „Einstellungen“ werden die Eigenschaften des Ordners angezeigt, unter anderem auch seine WebDAV-Adresse (ganz unten):

Kopieren Sie die Adresse aus Ihrem Browserfenster, und wechseln Sie in den Dateimanager Ihrer Distribution.

Einbindung der Cloud über die GUI: - Öffnen Sie den Dateimanager (Klick auf „Eigene Dateien„)

- Klicken Sie auf „Datei“, dann auf „Server verbinden„

- Im folgenden Fenster müssen Sie die Details eingeben, wie z.B. den Pfad Ihres Ordners, Ihren Benutzernamen sowie Ihr Passwort. Das nachfolgende Bild zeigt, wie man sich mit dem beispielhaften Ordner https://cloudstorage.tu-braunschweig.de/webdav/WorkShare verbindet. Je nach Stand & Art der Distribution kann sich das Fenster zur Pfadangabe ggf. auch von den dargestellten Screenshots unterscheiden. Bei Ubuntu müssen sie evtl. auch statt „https“ „davs“ angeben.

Die WebDAV Adresse ,die die Cloud selber liefert, wird wie folgt zerlegt: - Unter „Server“ muss immer „cloudstorage.tu-braunschweig.de„ stehen. Der Port ergibt sich aus der Auswahl „https“ oben, da wir den Standardport benutzen - Der Ordnername stammt aus dem Cloud-Storage Webinterface. Dort findet man für jeden Ordner unter „Einstellungen„ die WebDAV-Adresse . Der Lesezeichenname ist frei wählbar.

Nach einem Klick auf „Verbinden“ öffnet sich dann ein Dateimanager-Fenster mit dem gewünschten Ordner:

Der in der linken Hälfte des Fensters sichtbare Shortcut zu der Verknüpfung bleibt nach einem Neustart bestehen. Allerdings muss das Passwort zur Sicherheit jedesmal neu eingegeben werden.

Einbindung von Ordnern mit Hilfe von manuellem Mounting Ein freigegebener Ordner kann auch manuell unter Linux gemountet werden. Zunächst braucht man die Adresse des zu mountenden WebDAV-Verzeichnisses. Diese findet man, wie bereits weiter oben erwähnt, im Cloud-Storage Webinterface, wo man sich in den gewünschten Ordner begibt und dann auf „Einstellungen„ klickt. Im nachfolgenden Einstellungsfenster wird die WebDAV-URL des Ordners angezeigt.

Diese WebDAV-URL kann benutzt werden um den Ordner manuell (also einmalig) oder permanent auf dem Linux-System zur Verfügung zu stellen (mounten). Als Vorraussetzung für das Mounten von WebDAV-Shares muss auf Debian Linuxsystemen das Filesystem „davfs2“ installiert sein.

Das folgende Beispiel zeigt wie der beispielhafte Ordner https://cloudstorage.tu-braunschweig.de/webdav/WorkShare mit einem Kommando unter Linux gemountet werden kann:

# sudo mount -t davfs https://cloudstorage.tu-braunschweig.de/webdav/WorkShare /mnt/webdav -o uid=<USERNAME>

Erklärungen zu dem o.g. Kommando: mount: Befehl zum einbinden von Festplatte, Freigaben etc. - -t davfs: Gibt als Dateityp für das Mounten das DAV-Filesystem an - https://cloudstorage.tu-braunschweig.de/webdav/WorkShare : Der Cloud-Storage Ordner, der nun vom lokalen Dateisystem aus zugänglich sein soll. WICHTIG: Keinen abschließenden Slash ! (/) verwenden! - /mnt/webdav: Der Ort an dem der Cloud-Storage Ordner eingehängt werden soll - -o uid=<USERNAME> Optionale Übergabe des Benutzernamens im Mount-Befehl.

Einbindung von Ordnern über automatisches Mounting

Bei häufiger Benutzung des Cloudspeichers kann es auch hilfreich sein diesen unter Linux automatisch mounten zu lassen, und zwar bei jedem Start des Betriebssystems. Dies geschieht mit Hilfe der Datei fstab, in der die automatisch zu mountenden Resourcen vermerkt sind. Zunächst öffnet man de Datei /etc/fstab mit Schreibrechten in einem beliebigen Texteditor. Nun fügt man am Ende der Datei ein Kommando zum Mounten des PowerFolder-Speichers in folgender allgemeinen Form hinzu:

https://<webdavurl> <mountpunkt> davfs user,noauto 0 0

Für die URL https://cloudstorage.tu-braunschweig.de/webdav/WorkShare sähe das der Eintrag in der fstab-Datei so aus:

https://cloudstorage.tu-braunschweig.de/webdav/WorkShare /mnt/webdav davfs defaults,_netdev 0 0

In diesem Beispiel ist der Mountpoint im lokalen Dateisystem /mnt/webdav. Der Parameter davfs gibt den Filesystemtyp an. _netdev sorgt dafür, daß erst versucht wird die Resource zu mounten, nachdem das Netzwerk hochgefahren wurde. Damit das Passwort nicht beim Mounten abgefragt werden muss, muss es hinterlegt werden. Dafür wird in der Datei /etc/davfs2/secrets ein Eintrag hinterlegt, der etwa so aussieht:

https://cloudstorage.tu-braunschweig.de/webdav/WorkShare <Benutzer> <Passwort>

<Benutzer> entspricht Ihrem Cloud-Storage Benutzernamen (ohne spitze Klammern einzugeben), das <Passwort> Ihrem entsprechenden Passwort. Ebenfalls ohne spitze Klammern.

Wenn alles wie oben gezeigt richtig konfiguriert ist, steht der gewünschte Ordner nach dem Systemstart sofort unter dem angegebenen Mountpoint zur Verfügung, ohne daß das System beim Hochfahren „hängen“ würde, falls die Resource aus irgendwelchen Gründen nicht erreichbar sein sollte.

server/cloud-storage/install_lin_dav_client.txt · Zuletzt geändert: 2015/04/08 11:40 von henbloch
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